Impressum | Kontakt | Über uns  
  Freitag, 04.06.2010 23:17

Alternative Elektromobilität
Der Tazzari ZERO -Ein Autotest-

Nun kommen allmählich attraktive Elektroautos auf den Markt. Autos, die sich Autofahrer wünschen. Den Anfang machen aber immer noch nicht die ganz Großen. Den Anfang machen unbekannte Hersteller, die aber über Knowhow verfügen, dass den Großen noch fehlt.  Ein Italienischer Zulieferer, kompetent auf dem Gebiet der Aluminiumprodukte für die europäische Automobilindustrie hat ein marktfähiges Konzept verwirklicht, dass wir hier vorstellen wollen. Der erste ausführliche Test viel positiv aus. Lesen Sie mehr über ein Auto, dass Sie jetzt schon kaufen können...



Es war im vergangenen Winter, als Ursin Wieneke aus Detmold ins unterfränkische Aub reiste, um dort ein neues Elektroauto in Augenschein zu nehmen, dass aus meiner Sicht nicht allzu aufregend schien. Meine Zurückhaltung schien berechtigt, hatte das dortige Unternehmen Smiles AG doch gerade erst einen kleinen Kompaktwagen ins Programm genommen, der ein echter Viersitzer war und damit ein vollwertiges Auto. Nun kam man auf die Idee, ein Coupe´  auf den Markt bringen zu wollen, eines mit sportlichen Eigenschaften.  Das schien mir etwas zu kühn.

.   ..   .

Das, was ich da auf den ersten Bildern  zu sehen bekam, sieht aus , wie eine Mischung aus einem halben Mini und einem Suzuki. Ziemlich kompakt und frech. Ein leichter Kleinwagen für zwei.

Heute endlich konnte ich das Auto genauer in Augenschein nehmen und auch selbst fahren. Das Leichtgewicht wird von einem kräftigen Elektromotor angetrieben, der sehr temperamentvolle Fahrleistungen produziert, das Fahrwerk ist sehr straff gefedert und gibt sich ebenso sportlich, wie versprochen. Tatsächlich wiegt das Auto 550 kg, was an dem Rahmen aus Aluminium und der Kunststoffschale liegt. Das sind die 150 Nm Drehmoment eine ganze Menge. Von Null auf 50 km beschleunigt der Kleine in weniger als 5 Sekunden. Ich habs probiert und war erstaunt.

.   .

Durch vier große Leichtmetallräder sieht man vier Scheibenbremsen, vier Scheinwerfer vorn, kurz und knackig steht er da.
Das heckangetriebene Fahrzeug folgt dem Mittelmotorkonzept: Der Motor und die Lithium-Ionen-Akkus sind mittig angeordnet, Kofferräume findet man vorn und hinten. Der kurze Radstand läßt einen schlechten Geradeauslauf vermuten.
Das aber ist nicht so. Die Straßenlage ist überraschend gut, die Lenkung sehr direkt und das straff abgestimmte Fahrwerk vermittelt dirketen Fahrbahnkontakt. Das Fahrgefühl erinnert sehr an englische Roadster. Ein Cabrio wird sicher noch folgen, vermute ich...

.   .

.   .

Die energiesparenden Leichtlaufreifen bieten eine sehr gute Bodenhaftung. In Verbindung mit dem straffen Fahrwerk des kurzen Autos sind hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich. Gerade auf dem Land ist man schnell unterwegs und in der Stadt ist die Wendigkeit verblüffend. Der extrem kleine Wendekreis und die kompakte Bauweise machen das Einparken zum Vergnügen. Mittelmotorautos waren in Kurven schon immer die schnellsten...

.   ..   .

Gut sichtbar hinten und lichtstark vorn, die modernen LED-leuchten des Tazzari. Auch innen ist er attraktiv.

.   ..   .

Wer Hartplastik nicht mag muss sich an den Ledersitzen erfreuen. Trotz sehr guter Sitzposition sind sie straff und bieten wenig Komfort. Was allerdings positiv herausragt ist die Übersicht des Armaturenbrettes und die damit verbundene leichte Bedienbarkeit.  Zwei Knöpfe für die Entscheidung, ob man vorwärts oder rückwärts fahren will, vier bunte Schalter für den Fahrmodus, der über die Fahrweise und die Reichweite entscheidet. Alles andere ist so, wie man es kennt.
Die Ausstattung ist keineswegs bescheiden. Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber sind ebenso Standard wie das Radio und die getönten Scheiben.

.   ..   .

Der Tazzari ZERO ist kein Auto für alle Fälle und für jeden. Nach 140 km muss nachgeladen werden, was aber mit dem optionellen Schnellladesystem auch so schnell geht, wie der Name sagt. Zwei Sitzplätze sind ausreichend für Singles und Paare, nicht für die Familie. Aber als Zweitwagen ist er da richtig. Leicht, schnell, sicher und umweltfreundlich ist er auch, jedenfalls wenn man sauberen Strom nutzt. Der Verbrauch  ist im Vergleich zu konventionellen Autos gerade zu lächerlich niedrig. Die Reichweite ist für Normalpendler jedenfalls ausreichend, oder fahren Sie täglich mehr als 140 km ?

.   .

Wann wacht die Konkurrenz auf? 


Weitere Informationen finden Sie im Netz unter smiles-world.de und smiles-center-owl.vpweb.de




.