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  Dienstag, 01.06.2010 20:20

Die Gefahr der invasiven Neophyten
Von Riesenbärenklau und japanischem Knöterich

Überall machen sich diese neuen Pflanzen breit, verdrängen die einst etablierten heimischen Arten und werden allmählich zu einer Gefahr für die Natur und für den Menschen, denn sie sind keineswegs alle harmlos...



Invasive Neophythen sind Pflanzen, die ursprünglich nicht heimisch waren. Eingeschleppt durch menschliches Handeln haben sie sich zum größten Teil problemlos in unsere Natur eingebürgert und an ihre Umgebung angepasst.
Einige von ihnen aber drohen durch unmäßige Ausbreitung und teils gefährliche Eigenschaften zu einem Problem zu werden. In unserer Region betrifft dies vor allem den Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt und den japanischen Knöterich (japanischer Staudenknöterich, Japanknöterich).

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Der japanische Knöterich spriest im Frühjahr aus und erreicht leicht eine endgültige Wuchshöhe von 3 - 4 Metern.
Täglich kann er um 10 - 30 cm wachsen. Seine Ausbreitung muss als rasant bezeichnet werden. Hat er sich erst an einem Ort etabliert, ist er nur unter großen Schwierigkeiten zu entfernen. Mit Breitbandherbiziden kann er erfolgreich bekämpft werden. Umweltfreundlicher allerdings ist das Ausgraben. Werden die noch jungen Pflanzen regelmäßig abgemäht, kann er aber auch so bekämpft werden. Voraussetzung ist, dass dies ständig und in kurzen Abständen erfolgt.  Ohne Gegenmaßnahmen breitet sich die Pflanze unkontrolliert aus und überwuchert alles in ihrer Umgebung.

Mit dem ersten Frost stirbt die Pflanze ab, nur noch die starken Stengel bleiben stehen. Im nächsten Frühjahr ist der Knöterich dann wieder da, mehr als je zuvor.


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Wesentlich gefährlicher als die oben beschriebene Pflanze ist die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt. Sie erreicht die stattliche Größe von über 3 Metern, ihre Blätter können 1 - 3 Meter lang werden. Die Blattform ist auf den Bildern gut zuerkennen.
Die weißen Blütendolden erinnern an den heimischen Wiesenbärenklau, sind nur ungleich größer. Ihr Durchmesser kann bis zu 50 cm betragen. Die Pflanze blüht von Juni bis in den Juli. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab. Kommt es nicht zur Blüte, kann die Pflanze mehrere Jahre alt werden. Da der Riesenbärenklau anspruchslos ist, gedeiht er fast überall. Sein schnelles Wachstum und der Umstand, dass er mit seiner Größe alle anderen Pflanzen überdeckt, begünstigen ihn. Die Pflanze verbreitet sich, in dem ihr Samen durch den Wind fortgetragen wird. Der Samen ist aber auch schwimmfähig und wird oft durch Flüsse und Bäche verbreitet.

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DER RIESENBÄRENKLAU IST EINE GEFÄHRLICHE GIFTPFLANZE!  Bei empfindlichen Menschen kann schon die Blattberührung Verbrennungen 1. und 2. Grades hervorrufen. Machen Sie also einen Bogen um ihn und warnen Sie vor allem Kinder! 

In der gesamten Pflanze, also auch in den Wurzeln sind toxische Stoffe (Furanocumarine) enthalten. Nach Berührung führen sie durch Sonnenlichteinwirkung zu den beschriebenen Verletzungen. Diese können wochenlang nässende Wunden hervorrufen und bedürfen der sofortigen ärztlichen Behandlung. Auch Fieber und Kreislaufzusammenbrüche sind nicht selten!

Außerdem kann es zu akuter Atemnot und Bronchitis kommen. Asthmatiker sind gefährdet!

Bei der Beseitigung der Pflanzen sind Schutzbekleidung und Atemmasken erforderlich. Hilfreich sind Abstechen und Ausgraben der Pflanze sowie nachheriges Fräsen des Bodens.
Erkundigen Sie sich beim örtlichen Gartenamt und bitten Sie um Beratung und Hilfe.
Verhindern Sie, dass Ihre Kinder in der Nähe dieser Pflanzen spielen!


Die obigen Fotos sind Ende Mai entstanden, als die Pflanzen noch jung waren.
Dieser Beitrag wird zukünftig durch aktuelle Fotos ergänzt.




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