
  Mittwoch, 19.05.2010 19:29
Nie war er so wertvoll wie heute - SPARGELOb grün, ob weiß, er kostet in diesem Jahr etwas mehr Wer hätte das gedacht, der Spargel ist knapp. Das liegt am Wetter. Kalt ist es und so wächst er nicht so, wie er soll.
Sogar richtige Engpässe gibt es in einigen Gegenden und Spargelfreunde müssen in diesem Jahr tiefer in die Tasche
greifen, wenn sie ihr Lieblingsgemüse einkaufen.
Die Witterung ist alles andere als spargelfreudlich. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, trotzdem zuzugreifen und knackig frischen Spargel aus der Nachbarschaft einzukaufen.
Wie immer stellt sich die Frage, ob es grüner oder weißer sein soll. Doch das ist Geschmacksache.
Wichtiger ist, dass er auch wirklich frisch ist und "quietscht", wenn man die ungeschälten Stangen aneinander reibt.
Üblicher Weise wird der weiße Spargel gekocht und verliert dabei viel von seinen Inhaltsstoffen und leider auch Aroma.
Der grüne hat sowieso einen intensiveren Geschmack und eignet sich auch zum Braten und Backen. Außerdem muss man ihn nicht schälen - ein echter Vorteil.
Eigentlich ist der Unterschied zwischen grünem und weißen Spargel ein marginaler - der weiße ist deswegen nicht grün, weil er nicht aus der Erde schaut, wenn er geerntet wird. Unter einer Folie wächst er heran und wird dann noch in der Erde "gestochen". Der grüne wird erst geerntet, wenn er aus dem Boden herauswächst und so durch das Sonnenlicht assimiliert. Das haben wir alle in der Schule als "Fotosynthese" erklärt bekommen... Sie erinnern sich bestimmt.
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Da sieht man den feinen Unterschied: Der eine kocht im Topf mit viel Wasser, der andere schmohrt bei niedriger Temperatur in der Pfanne. Den einen musste man erst schälen, den anderen eben nicht...
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Der zarte weisse Spargel lässt sich auf dem Teller mit verschiedenen Beilagen kombinieren. Traditionell wird er gern mit Salzkartoffeln und Schinken gegessen. Immer mehr aber werden auch andere Kartoffelvariationen gewählt und statt Schinken können auch Fleisch vom Schwein, Lachs oder Hähnchen genommen werden. Die beliebte Sauce Hollandaise sollte aber niemals aus der Tüte kommen, das verdirbt das Vergnügen. Bei nächster Gelegenheit werden wir an dieser Stelle das "Für und Wider" der echten bzw. der gekauften Hollandaise erörtern. Diese Sauce selbst zu machen ist nicht schwer, wenn man zwischendurch nicht telefoniert...
Ein großer Vorteil des Spargel kochens liegt auch darin, dass man von dem Spargelwasser eine feine Suppe zubereiten kann. Die ist mit französischem Weissbrot sogar als leichte Hauptmahlzeit geeignet - irgendeine Diät plant man ja immer mal und dann passt die Suppe bestens, wenn man nicht zu viel Sahne nimmt...
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Die schlichteste Variante eines Gerichtes von grünem Spargel benötigt nur wenige Zutaten: Spargel, Oliven, etwas Olivenöl, etwas Salz, Baguette und eine Flasche trockenen jungen Weisswein - mehr nicht. Das geht schnell und ist ebenso verblüffend schmackhaft, wie ein Teller Pasta mit fast nichts dazu, dafür aber richtig gut.
Schneiden sie den Spargel in kleine Stücke, geben ihn mit Oliven und etwas Olivenöl in die Pfanne und garen ihn bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten. Schon können Sie ihn genießen. Schneller sind nur noch Spaghetti...
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Wenn Sie trotzdem einen Hang zum Klassischen haben, hören Sie auf die Wünsche Ihrer Lieben - auch zum grünen Spargel passen verschiedene Beilagen. Im Bild links ist es ein paniertes Minutensteak mit Kartoffelspalten aus dem Backofen, rechts sind es ebenfalls Ofenkartoffeln mit einem Hähnchenschnitzel, einem kleinen Ommelette und Cre´me fraiche. Wie immer Sie es mögen und was immer er kostet: genießen sie ihn, den grünen oder den weißen.
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