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  Freitag, 26.03.2010 23:07

Wie bei Witwe Bolte
Ein Rezept mit Sauerkraut

Sauerkraut  -  ich habe es nie gemocht. Der Grund dafür war folgender: Als Kleinkind habe ich einmal eine Haarklammer verschluckt und musste dann eine Woche lang morgens und abends Sauerkraut essen, um eine Operation zu vermeiden.
Inzwischen mag ich es wieder und manchmal koche ich es auch. Dieses Mal ganz traditionell - aber nicht mit Eisbein...



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Eine auf der ganzen Linie kluge Frau, diese Witwe Bolte. Max und Moritz haben ihr den Spass am Sauerkrautgericht ziemlich gemein verdorben, aber sie hatte welches im Keller. Ich habe auch selbst zubereitetes Sauerkraut im Keller und ich muss es hier einmal ganz laut und deutlich sagen:  "Nur selbst gemachtes Sauerkraut im Tontopf im eigenen Keller schmeckt so gut wie selbst gemachtes Sauerkraut im Tontopf aus dem eigenen Keller!"
Natürlich kann man auch Sauerkraut als Konserve kaufen. Aber so gut schmeckt das natürlich nicht.

Als Kind musste ich es essen, obwohl ich es nicht mochte. Etwa genau so unangenehm wie das Sauerkraut fand ich das Eisbein als Beilage. Es war gekocht und hatte manchmal noch kurze Borsten auf der Schwarte...

Heute habe ich Sauerkraut gekocht und dazu gab es Kartoffelpüree und Kassler. Eigentlich ein Allerweltsgericht aber doch sehr schmackhaft. Vielleicht, weil es so unkompliziert und natürlich ist. Mein Sauerkraut geht so: 

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Hier sehen Sie die Zutaten: Kassler, Kartoffelpüree und natürlich: Sauerkraut aus dem Tontopf im Keller.
Das Kassler sollte man nur beim Fleischer seines Vertrauens kaufen - es muss frisch und zart sein. Die Zubereitung ist denkbar einfach: es wird einfach im Backofen aufgewärmt.
Das Sauerkraut wird aus dem Tontopf genommen und ebenfalls im Backofen aufgewärmt.
Aufwärmen heisst in diesem Fall: man lässt alles bei etwa 150 ° eine gute halbe Stunde im Ofen.

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Jetzt fehlt noch das Püree: Dazu braucht es nur die richtige Menge Kartoffeln (vier sind nur für zwei Personen genug), die zunächst gekocht werden. Dann pellt man sie ab, zerkleinert sie und stampft sie schließlich. Das geht auch mit dem Mixer. Mit einem Ei und etwas Milch wird der Masse dann die richtige Konsistenz und Bindung gegeben. Etwas Salz,  Muskat und wenig weisser Pfeffer aus der Mühle sind die unverzichtbaren Gewürze.

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Zusammen mit dem Kassler und dem Sauerkraut kommt das Püree nun in den Backofen. Da  es mit einem Ei zubereitet wurde, wird es darin ganz luftig locker, anders als aus dem Topf.

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Zum Püree passen geröstete Zwiebeln sehr gut.    Für den  Durst empfiehlt sich in diesem Falle ein gut gekühltes Bier.



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