Impressum | Kontakt | Über uns  
  Mittwoch, 09.12.2009 00:04

Komm, wir gehen essen
Das Restaurant " ZOI " in Lemgo

Mal einmal nicht selbst kochen, sich verwöhnen lassen, etwas essen dürfen, was man selbst nicht so gut zubereiten kann, wie der Koch des Lieblingsrestaurants, -   allein, mit der besseren Hälfte oder mit Freunden...Essen gehen macht Freude.
In dieser Reihe werden wir zukünftig immer wieder lippische Restaurants und Gasthöfe vorstellen, die eine gute Küche bieten, uns mit guten Leistungen erfreuen, vor allem Gastfreundschaft.

Kennen Sie das Restaurant Zoi? Bis Oktober hieß es noch "Georgios" und wurde jetzt vom Schwager des bisherigen Inhabers übernommen, um von ihm, Ilias Maziotis weiter geführt zu werden. Das Zoi also finden Sie am Bahnhof in Lemgo, dort wo ganz früher einmal die "Ratswaage" war. Dort gab es einmal unwiderstehliche Frikadellen, die so groß und lecker waren, dass ich mich noch gut an illegale Freistunden erinnere, die ich nicht in Winters Handelsschule verbrachte, sondern mit Gleichgesinnten am Tischkicker....Lang ist´s her. Heute liebe ich die Lammkotelettes, die frischen Salate, den Retsina, den griechischen Mokka und die Atmosphäre.                    .                          .

   .                                      ..          ..                          .

Ilias Maziotis hat mich erkannt und freut sich offensichtlich auf den Besuch. Zeit zum Essen sei nicht, lasse ich ihn wissen, die Fotos müssen gemacht werden. Er ist einverstanden und stellt mir einen Retsina auf den Tisch. Wir blättern in der Speisenkarte und sind uns sicher, dass ich beim nächsten Mal mehr Zeit haben sollte.

Wir reden über die Vergangenheit. Die Familie führte lange das "Stadtpalais" in der Lemgoer Innenstadt: "Ich bin seit 1989 in Lemgo. In Lippe schon seit über 17 Jahren," sagt Ilias und erinnert sich an unsere ersten Begegnungen. Damals hat er sich gewundert, dass mein Sohn einen griechischen Namen trug, den gleichen wie er. Das hat eine Freundschaft entstehen lassen, die lange gehalten hat und noch immer hält. Aber, wenn seine Küche nicht so gut wäre...

.     ..

Die alte Waage ist immer noch da, sitzt gegenüber vom Eingang an der Wand und würde sicher noch funktionieren. Aber daneben ist die Küchentür. Die ist wichtiger. So wichtig, wie die sauberen Toiletten...                              .                 . .     .

Die Atmosphäre im Restaurant ist einfach gut. Man findet drei Räume, in denen man wunderbar sitzen kann. Fast alles ist in Eigenleistung entstanden, als die Alte Ratswaage gekauft und umfassend renoviert wurde. Auch deswegen ist das Haus in Lippe so beliebt. "Einen Raucherraum haben wir auch," geht Ilias auf eine meiner Schwachstellen ein.
"Wir machen in unserer Küche alles frisch und was immer geht, machen wir selbst. Die Salate zm Beispiel. Das ist mir sehr wichtig. Gerade mal der Mais oder der Thunfisch kommen aus der Konserve. Alles andere wie den Krautsalat bereiten wir jeden Tag neu frisch zu." Das gilt übrigens auch für die Desserts. Der cremige griechische Joghurt mit Honig und Wallnüssen ist aber auch eine echte Verführung. "Du sollst nicht denken, dass wir nur Lamm gut können. Gerade habe ich Straussenfleisch eingekauft. Noch zarter und gesünder geht es garnicht," schwärmt mein Gastgeber. Dabei kann ich mir nichts besseres vorstellen als Lammkotelettes mit Zatziki und Krautsalat...    -   Jetzt nicht.                 .

.     ..

"Unsere Speisenkarte ist für viele Gäste nur ein Vorschlag. Hier kann sich jeder gern sein Menü zusammenstellen, wie er es am liebsten mag. Wünsche sind zum Erfüllen da,"  bestätigt Ilias meine Meinung von seiner Philosophie. Mittags kann man dort für 8 - 10  Euro ein komplettes Menü bekommen. "Dabei kannst Du aber nichts verdienen," stelle ich fest und bekomme keine Antwort. Ilias weist mich lieber auf die reiche Auswahl an griechischen Weinen hin. Da sind wir gleich bei einem ganz anderen Thema. "Warum trinken Frauen lieber liebliche Weine und Männer die trockneren," fragt Ilias. Ich habe auch keine Ahnung. Ist das so? Bei mir ist es umgekehrt. Jedenfalls mag ich es gern auch mal halbtrocken. Und dann liebe ich es, zum Griechen hereinzuspazieren, den Duft der Gewürze (Kreuzkümmel finde ich so typisch) zu riechen und dann ein Glas Retsina (mit Leitungswasser) zu geniessen. Irgendwie schmeckt mir auch der Ouso nur hier richtig.

Übrigens kann sich im Restaurant Zoi auch die Kinderkarte sehen lassen. Schon, weil nicht nur Biene Maja und Käpt´n Blaubär dort vorkommen. Auch hier gibt es richtige kleine Menüs und für die Feinschmecker die Gerichte aus der "Karte für die Großen", nur immer gerade halb so viel bitte. Das finde ich gut und mein Nachwuchs erst recht. .     ..

Man sollte mal wieder essen gehen, sich verwöhnen lassen und einmal nicht selbst kochen. Gehen Sie zu Ilias Maziotis ins Zoi am Bahnhof. Dort stimmt alles und Ihre Wünsche werden gern erfüllt. Handgemachte ehrliche Küche auf griechisch, dass tut ab und an so richtig gut.                               .                                  .                                    .                     ..     ..


Das griechische Restaurant ZOI finden Sie in Lemgo am Bahnhof, Bahnhofplatz 1. Telefon: 05261 - 666623
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 12.00 - 14.30 Uhr und von 17.30 - 24.00 Uhr. Warme Küche gibt es bis 24.00 Uhr. Ruhetag? Keiner!



                                           
..




.