
  Samstag, 28.11.2009 00:14
Liebenswertes UnterfrankenVierter Teil einer Reise Wo Unterfranken liegt, liebe LeserInnen, wissen Sie ja längst - dort, wo man immer vorbeifährt, wenn man nach Süden will.
Ein bißchen weiter westlich, als die anderen Orte, die wir bislang besuchten liegt Sommerhausen. Etwas genauer gesagt: Sommerhausen liegt gleich gegenüber von Winterhausen, also einfach auf der anderen Seite des Mains. Um es etwas einfacher zu sagen: In und um Sommerhausen gibt es die wichtigen Strassen und von und nach Winterhausen fährt man mit der Bahn. Wir fahren heute aber nur nach Sommerhausen, was nicht heißt, dass Winterhausen der Verlierer ist. Trotzdem...
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...trotzdem werfen wir noch schnell einen Blick auf Winterhausen, wenn gleich wir dann sofort unseren Besuch im nahen Sommerhausen beginnen wollen - und nicht ohne Grund. Sommerhausen ist kaum bekannter als Winterhausen, dabei hat es wirklich viel zu bieten. So kann der berühmte Nürnberger Christkindelsmarkt dreimal der bekannteste Weihnachtsmarkt Deutschlands sein, der von Sommerhausen ist jedenfalls der schönste. . .
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Die Stadt Sommerhausen hat neben schönen Häusern und Stadttoren auch einen richtigen Ritter zu bieten. Er heißt Jörg und prozt ziemlich deutlich mit seinen beiden Lanzen. Eine hält er in der linken und über die andere möchte ich mich an dieser Stelle aus Gründen des Jugendschutzes mal nicht näher auslassen. Im Mittelalter waren es wohl eher die Herren, die mit ihren geschlechtsspezifischen Attributen prahlten. Vielleicht handelt es sich bei der Hose des Ritters ja auch nur um so eine Art "Push-up"- Modell für Männer - wer weiß? . . .
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Ein Bummel durch das Städtchen lohnt sich immer. Viele romantische Winkel gibt es zu entdecken und man kann sich gut vorstellen, dass diese Atmosphäre sich zu Winterszeiten gut für die Adventskalenderkulisse für einen erfolgreichen Weihnachtsmarkt eignet. Leider grünt und blüht es dann nicht so, wie im Sommer. . .
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Fröhliches Getute einer Blechkapelle lenkte meinen Weg hinter ein mittleres Scheunentor, wo sich eine urfränkische Truppe auf die musikalische Begleitung einer Beerdigung vorbereitete. Die muntere Probe versprach ein Begräbnis der unkomplizierten Art. Diese Herren könnte ich mir für mein unabänderliches Ereignis auch vorstellen, wenn ich denn nachher mit ihnen feiern dürfte... Andere nicht auf den ersten Blick zu entdeckende Kleinigkeiten gibts in Sommerhausen zuhauf. Ausnahmsweise noch nicht restaurierte Häuser oder etwas merkwürdige Hausnummern... . . .
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"Mein Mann ist Schmied!" erklärt Lydia Ertel und hat nichts dagegen, dass ich diesem handwerklichen Begriff die Silbe "Kunst" voranstelle. Er muss Kunstschmied sein, denn das, was seine Frau im Roten Turm verkauft, ist Kunsthandwerk. Außerdem ist sie behilflich bei der Aufbesserung der Garderobe und bietet allerlei Nettes zum verschenken an. .
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Solch schöne Rosen gibt es nicht einmal bei meinem Gärtner und so haltbar sind die erst recht nicht...Auch die Frösche können sich sehen lassen und haben immer den goldenen Ball für die Prinzessin dabei. Von denen kann man noch etwas lernen. Fraglich ist, ob jeder Frosch denn auch von einer Prinzessin geküsst wird. . .
Von der Rougerie im roten Turm gehe ich jetzt weiter in die Galerie beim roten Turm. Das ist gleich um die Ecke.
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Die Inhaberin, Waltraud Jänicke (das ist nicht etwa die Dame im Bild links) erwartet mich schon und zeigt mir den Garten, das Glaskabinett und den Gewölbekeller: Überall Skulpturen, Bilder, Keramik und Glasobjekte. .
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Die Galerie beim Roten Turm gilt völlig zurecht als Kleinod im Frankenland und bietet dem Betrachter und Käufer eine große Auswahl an Kunst und Kunsthandwerk, wie man es kaum vermutet. . . .
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Die Vielfalt ist eindrucksvoll und macht die Wahl schwer: was ist das Schönste, was kaufe ich?
Wir müssen unseren Besuch in Sommerhausen beenden. Im nächsten Teil der Reisereportage über Unterfranken machen wir Halt in Ochsenfurt. Lesen Sie also mehr am nächsten Wochenende.
Mehr Informationen finden sie hier: www.sommerhausen.de
Waltraud Jänicke, Galerie-beim-roten-turm.de, 09333-489
Lydia Ertel, Rougerie, 09333-904690
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