
  Freitag, 06.11.2009 12:22
Liebenswertes UnterfrankenDritter Teil einer Reise Wir setzen heute unsere Reise durch Unterfranken fort und besuchen den kleinen Ort Sulzfeld am Main. Zwischen Ochsenfurt und Kitzingen liegt diese von einer völlig erhaltenen Stadtmauer umgebene Kleinstadt dicht am Fluss und schmiegt sich an die Weinberge im Norden. Alles in allem idyllisch. Kommen Sie mit.
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Eine Stadt ist Sulzfeld eigentlich nicht, nicht einmal eine Kleinstadt, auch wenn alle Attribute erfüllt zu sein scheinen. Die Gemeinde Sulzfeld hat damit kein Problem. Ihre Qualitäten sind herausragend genug, um für die Bewohner attraktiv zu sein und viele Touristen und Besucher in den Ort zu locken. Dabei kommen besonders diejenigen auf ihre Kosten, die einen Eindruck von der Art des mittelalterlichen Stadtbildes gewinnen möchten und auf den Trubel, wie man in ihn Städten wie Rothenburg ob der Tauber vorfindet gern verzichten. In Sulzfeld geht es stets sehr ruhig und beschaulich zu. . .
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Der Weg an der Innenseite der Stadtmauer um den ganzen Ort herum ist in einer knappen halben Stunde zu schaffen - oder auch nicht. Denn immer wieder bleibt der Blick an kleinen und großen Details hängen, man bleibt gern stehen und kommt ins Gespräch. Da sitzen ein paar Touristen mit dem Winzer am Tisch und probieren die Ernte vom letzten Jahr, da begegnet er den Limbachs, die es aus Westfalen hierher verschlagen hat und kauft bei Frau Limbach selbstgestrickte Wollsocken, die sie vor ihrer Tür verkauft, da trifft er auf einen Wirt mitten im Ort, der die Bratwurst meterweise verkauft. .
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Sulzfeld ist fast 1000 Jahre alt und erzählt von seiner Geschichte auf Schritt und Tritt. Die engen kleinen Gassen im Ort und an der Stadtmauer entlang dürfen nur von Einheimischen mit ihren Autos befahren werden. Autos passen nicht in das Bild, stören eher. Die Besucher lassen ihr Fahrzeug auf dem Parkplatz vor der Stadt, die Wege sind kurz . . .
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Die Mauer wird immer wieder durch stattliche Wehrtürme unterbrochen, die teilweise bewohnt sind. Einige werden als Ferienwohnung genutzt und können auch gemietet werden. Ihr Erhaltungszustand ist hervorragend. .
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Am 8. August 1266 fand vor den Toren Sulzfelds eine der größten Reiterschlachten des Mittelalters statt. 1461 belagerte Markgraf Achilles von Ansbach - Brandenburg den Ort, ohne ihn allerdings einnehmen zu können. Im 30jährigen Krieg wurde Sulzfeld gleich zweimal von den Schweden besetzt und schwer in Mitleidenschaft gezogen. 1796 schließlich brandschatzten französische Revolutionstruppen das Dorf und verwüsteten es. Das ist alles lange her. . . .
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Der Blick in Winkel und Höfe offenbart immer wieder Dinge, an denen das Auge hängenbleibt. Schön und beschaulich ist das hier alles. In mancher Hinsicht sogar sehr beschaulich. Die Nachbarorte bemühen sich sichtlich mehr um Besucher und Touristen. Die Sulzfelder sind eben gern unter sich. Aber schauen lassen sie einen schon, wenns nicht zu doll ist...
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Unser Ausflug nach Sulzfeld ist beendet. Ein Besuch dort ist sehr empfehlenswert, zu jeder Jahreszeit. .
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Sulzfeld ist so schön altfränkisch. Man kann es sehen und erleben. Ich war nicht zum letzten Mal hier. Entdecken Sie auch das schöne Unterfranken mit seinen großen und kleinen Schätzen. In der nächsten Woche setzen wir unsere Reise fort - wenn Sie mögen.
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