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  Mittwoch, 04.11.2009 20:02

Je roter, desto besser
Die Paprika

Das die Paprika ursprünglich aus Südamerika stammt, leuchtet ein. Christoph Columbus brachte sie Ende des fünfzehnten Jahrhunderts von seiner zweiten Amerikareise nach Europa. Nicht überliefert ist, ob es sich um die Gemüsepaprika oder aber um die Chily handelte. Letztere ist eine nahe Verwandte der Paprika, wegen ihrer Schärfe aber mehr Gewürz als Gemüse.

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Im Angebot des Einzelhandels taucht die Paprika in verschiedenen Farben auf: Rot, Orange, Gelb und auch Grün. Bei letzterer handelt es sich aber schlicht um eine unreife Frucht, auf die der Kenner gern verzichtet, wenn er nicht gerade ihren Geschmack für ein bestimmtes Gericht wünscht. Die Form der Frucht kann länglich schlank oder auch rund sein.

Ungewöhnlich ist, dass die Paprika innen hohl ist. Ihre Haut umschließt ein nur höchstens zehn Millimeter dickes Fruchtfleisch, an dessen inneren Rippen sich die Samenkörner befinden. Insbesondere die roten Früchte gelten zurecht als besonders gesund. Schon eine halbe rote Paprikaschote kann den gesamten Tagesbedarf an Vitamin C decken.
Neben Vitaminen und Mineralstoffen hat sie mit anderen roten oder rötlichen Gartenfrüchten den Gehalt an BetaCarotin gemeinsam. Das ist nicht nur gut für die Funktion der Augen, es schützt unsere Zellen auch vor krebsauslösenden freien Radikalen. Heilende Wirkungen werden ihr auch nachgesagt. Harntreibend, verdauungsfördernd und anregend soll sie sein. Was immer auch unter anregend verstanden werden soll. Appetitanregend ist sie sicher, denn die Paprika sieht nicht nur appetitlich aus. Sie kann von fruchtig süß bis scharf schmecken, was uns wieder an ihre kleinen Verwandten erinnert und an die Küche denken läßt.
Dort ist ihr eigentlicher Platz, verzaubert sie doch schon als Beigabe viele Gerichte. Was wäre ein ungarischer Goulasch ohne Paprika? Selbst als getrocknetes und gemahlenes Gewürz kann sie fade Saucen aufpeppen und auf dem Hemd des Geniessers "unvergessene" Flecken hinterlassen.
Gern hält sie sich in der Gesellschaft von Tomaten, Fleisch, Teigwaren und Salaten auf. Dort ist sie mal etwas für das Auge und dann wieder nur für die Zunge gedacht. Immer aber scheint es ohne sie nicht zu gehen. Wenn sie im Topf die Hauptrolle übernehmen kann, kommt sie am besten heraus. Zum Beispiel als gefüllte Paprika.
Man kann garnicht genug davon bekommen.
Das schöne an der Paprika ist, dass man sie beim Einkaufen einfach mitnehmen kann. In spätestens zwei oder drei Tagen wird sie sowieso gebraucht - wenn sie bis dahin nicht schon jemand aufgegessen hat: roh versteht sich. Das kann sie auch gut. Sich als fruchtiges Gemüse verspeisen lassen und so gemüsefeindlichen Kindern Vitamine in die Pausenbrotdose hineinmogeln. Und die meckern dann noch nicht einmal....

Gefüllte Paprika: Sie können sowohl die ganze Frucht füllen und dann aufrecht in der Gratinform garen oder sie
halbieren die Früchte und legen sie in die Gratinform. Die Füllung besteht aus 4 Teilen Hackfleisch (Lamm, Rind oder Gemischtes Hackfleisch) und 1 Teil Schaftskäse, 1 Ei, Oregano, Basilikum, Salz.
Die Masse wird einfach vermengt und in die Früchte gefüllt. Diese garen bei 200 ° im Backofen in etwa 45 Minuten.
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Am besten eignen sich rote Früchte für dieses Gericht, gelbe oder orange sind aber auch gut geeignet. Als Beilage
eignet sich Baguette, Reis und vielleicht ein kleiner grüner Salat. Guten Appetit.


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