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  Mittwoch, 04.11.2009 19:31

Haben Sie noch einen Birnenbaum im Garten?
Einige Gedanken über eine uralte Frucht.

Seit fünftausend Jahren kennt der Mensch die Birne, jedenfalls der im Kaukasus. Heute steht sie im gewissermaßen im
Schatten des Apfels, dabei hat sie das gar nicht verdient.

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Können Sie sich noch erinnern? Im Sommer gab es, lange bevor die richtigen Birnen reif waren, kleine süße Birnen, die wir Kinder Sommerbirnen oder Sültebirnen nannten. Am besten schmeckten sie, wenn sie noch ein wenig grün waren.
Dann waren sie knackig und frisch, wenn auch nicht so saftig. Man konnte sie aber auch in einem großen Topf kochen und dann, wenn sie kalt waren mit etwas Zucker bestreut essen. War das lecker...
Heute begegen uns Birnen selten im eigenen Garten. Nur noch wenige Birnenbäume gibt es. Scheinbar sind Äpfel für uns Verbraucher attraktiver. Birnenbäume erkennt man schon von weitem. Meist sind sie von schlanker hoher Gestalt und ihre Früchte sehen meist unauffällig aus. Erst durch Lagerung werden die meisten Sorten saftig und aromatisch süß.

Im Mittelalter wurden Birnen niemals roh gegessen, man hielt sie für giftig und kochte sie, um sie dann als "Kompott" zu genießen. Heute wissen wir es besser. Eine reife gut abgelagerte Frucht ist manchmal so saftig, dass man ohne Serviette nicht klarkommt. Sie tropft gern und hinterläßt auf Hemd und Jacke Spuren, die uns als des richtigen Essens nicht mächtig überführen. Vom Baum ernten sie auch nur noch wenige - man kauft sie im SB-Markt. Dorthin gelangte sie aus allen Orten in der Welt, zum Beispiel aus China. Schade...

Wegen ihres geringen Fruchtsäuregehaltes gilt die Birne als leicht verdaulich und besonders magenfreundlich. Wertvolle Ballaststoffe, wie das Pektin sind besonders gut für den Darm: sie regen seine Verdauungstätigkeit an, die Gerbsäuren der Frucht schützen vor Entzündungen im Verdauungstrakt. Ihre Inhaltsstoffe sind überwiegend basisch, was diejenigen, die Angst vor Übersäuerung haben, besonders interessiert.

In der Küche spielt die Birne eine unbedeutende Rolle. Dabei kann man mit ihr ungewöhnliche Dinge zaubern.
Versuchen Sie einmal, eine ganz normale Pizza mit mildem luftgetrockneten Schinken und Birnenscheiben zu belegen.
Trotz Käse und Tomate passt alles hervorragend zusammen. Sie werden überrascht sein, wie gut das schmeckt.






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