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  Dienstag, 27.10.2009 15:20

Komm, wir gehen Pilze finden
Herbstzeit ist Pilzzeit. Pilze im Wald sind nicht nur schön anzuschauen, sie machen sich auch auf dem Teller sehr gut. Unsere Region hat in diesem Jahr viel für Pilzfreunde zu bieten. Die leichten Bodenfröste konnten ihnen noch nichts anhaben.

Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus, als würde es in diesem Jahr viele Pilze geben. Die Pfifferlinge, in dieser Region ohnehin selten, konnten sich wegen des trockenen Sommers nicht gut entwickeln und Steinpilze, die spätestens ab dem August vorkommen, ließen auch auf sich warten. Nun aber ist die beste Zeit. Steinpilze und allerlei Braunkappen gedeihen kräftig und wollen geerntet werden.

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Wenn im Herbst die morgendlichen Bodennebel auf einen sonnigen Tag hoffen lassen, kann man sein Pilzkörbchen und das Taschenmesser einpacken, um in den Wald zu gehen. In den Mischwäldern unserer Region sind jetzt viele
schmackhafte Pilze zu finden. Die zahlreichen Arten der Braunkappen (Maronen) und auch die begehrten Steinpilze kommen in Lippe vor. Champignons, wie auf dem Bild oben rechts zu sehen, sind aber selten. .   ..   .
Die Artenvielfalt ist enorm - Pilze sehen einfach schön aus. Aber die meisten, denen wir begegnen sind giftig. Es kommt für den Sammler also darauf an, über gewisse Kenntnisse zu verfügen..                . .   ..   .
Mit Geduld und dem Wissen über die richtigen Standorte kann man bisweilen eine reiche Ernte einfahren. Allerdings ist es sinnvoll, nicht alles mitzunehmen, was der Wald bietet. Hin und wieder gibt es Überraschungen..                          ..   ..   .
Ein Steinpilz, der genug Zeit zum Wachsen hat, kann schon mal seine Karriere als Hauptgericht beenden, während die kleineren eine Beilage ergeben. Der Steinpilz im Bild links hat übrigens fast ein halbes Pfund gewogen. Seine Zubereitung stellt den Hobbykoch vor keine besonderen Herausforderungen. Von matschigen Pilzpfannen, lediglich mit viel Zwiebeln und Petersilie gewürzt sollte man besser absehen. Wie wäre es mit einem Gratin? Putzen Sie die Pilze, schneiden sie in kleine Stückchen und geben diese mit gewürfelten Kartoffeln, Paprika, und etwas Schinkenspeck in eine Auflaufform. Würzen sie sparsam mit Salz und Pfeffer aus der Mühle und bestreuen alles mit geriebenem Hartkäse oder fügen Sie Schafskäse hinzu. Jetzt fehlen noch schwarze Oliven und ein kräftiger Schuss Sahne. Da Kräuter besonders gut zu Pilzen passen, kann Thymian den Geschmack verstärken..      . .   ..   .
Pilze eignen sich sowohl als Beigabe zu Saucen (Goulasch), als i-Tüpfelchen zu einem Omelette, als feingeschnittene  Beilgaben zu Salaten oder als verschieden gestaltete Hauptgerichte aus der Pfanne oder dem Backofen. Sie lassen sich trocknen und können sogar eingekocht werden. Dazu benötigt man Schraubdeckelgläser, stellt einen Sud aus viel Wasser, einem Schuss Balsamicoessig, Salz, Piment, Thymian und Zwiebelwürfeln her, den man mit den gewürfelten Pilzen einkocht. Im Wasserbad werden die Gläser erhitzt und kühlen nachher kopfüber ab. Die eingekochten Pilze halten sich sehr lange und können zu Salaten oder als Beilage ebenso verwendet werden, wie als Vorspeise.
Trotz aller Bemühungen ist es mir nicht gelungen, Schirmpilze zu finden. Gern hätte ich an dieser Stelle beschrieben, wie man deren flache Hüte paniert und in der Pfanne bei milder Hitze zubereitet. Sie schmecken dann wie ein zartes Schnitzel vom Kalb. Als Gewürze kommen Salz und weisser Pfeffer hinzu. Schade - aber vielleicht haben Sie ja Schirmpilze gefunden?